Vergessen
Ich kann mich noch daran erinnern, als ich mir anhören musste: „Ach, dass mit der Kirche, das ist doch nur ne Phase.“
Es gab Leute, die glaubten, ich würde es mit meinem Glauben nicht ernst meinen. Das hat mich ziemlich genervt.
Woher nehmen sich diese Leute das Recht, so etwas zu behaupten?
Können sie vielleicht in die Zukunft sehen?
Dann rate ich euch: Schreibt mir lieber die Lottozahlen von nächster Woche auf, anstatt mein Leben zu beurteilen.
Aber jetzt mal ehrlich.
Wie viele Menschen glaubten einmal an Gott – und tun es jetzt nicht mehr?
Oder sie tun es vielleicht immer noch, aber haben vergessen, mit ihm zu leben.
Denn das kann passieren. Das kenne ich.
Keine Zeit um ein paar Verse in der Bibel zu lesen.
Keine Lust am Sonntag aufzustehen und in den Gottesdienst zu gehen.
Noch nicht mal Zeit, um mit Gott zu reden.
Alles ist wichtiger, Job, Freizeit, Freunde, …
Einfach vergessen.
Wer will schon einfach in Vergessenheit geraten?
Ich kann das jedenfalls nicht leiden.
„Huch, kennen wir uns?“
Oh ja, und ob wir uns kennen…
Ich nenne mich jetzt seit fast acht Jahren Christ.
Aber was bedeutet das noch für mich?
Am Anfang war ich Feuer und Flamme.
Jede Woche in der Jugendgruppe, mit auf Freizeiten, Mitarbeiterin bei den verschiedensten Veranstaltungen, die Gemeinde war einfach nicht mehr wegzudenken.
Und jetzt? Acht Jahre später?
Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass die Flamme ein ganzes Stück kleiner geworden ist.
Zwar glaube ich nach wie vor an Gott und seinen Sohn, Jesus Christus. Doch besuche ich nicht mehr jede Woche die Jugendgruppe oder den Gottesdienst.
Keine Zeit, keine Lust ne halbe Stunde zu fahren, bla bla bla …
Ausreden finden sich schnell.
Andauernd nehme ich mir vor, wenigstens regelmäßig in der Bibel zu lesen.
Vergessen.
Regelmäßig mit Gott reden?
Vergessen.
Und wenn ich dann wieder daran denke, schäme ich mich.
Wie kann ich den vergessen, der mein Leben gerettet hat?
Deshalb habe ich beschlossen, ein Zeichen zu setzen. Ein Zeichen für mich.
„Hey, vergiss deinen Vater nicht!“

Immer, wenn ich jetzt meinen rechten Arm anschaue (was auch häufiger passiert, denn er ist halt angewachsen),
werde ich an Jesus erinnert.
Forgiven. Vergeben.
Soll heißen: Jesus hat sich geopfert. Er ist gestorben um für unsere Sünden zu bezahlen.
Und täuscht euch nicht, jeder hat Sünden!
Er ist ans Kreuz genagelt worden, damit wir wieder zum Vater kommen können. Als Gottes Kinder.
Jesus ist demnach unser Bruder. Unser Freund.
Und unser Retter!
Ich danke Gott, dass er mich nicht vergisst, so wie ich ihn des öfteren.
Er begleitet mich auf meinem Weg. Auch dann, wenn es mir eigentlich total egal ist. Wenn ich ihn nicht brauche, nicht an ihn denke. Wenn ich meine, mein Leben alleine leben zu können.
Auch wenn ich es nicht immer schaffe, den richtigen Weg zu wählen, Gott geht trotzdem mit.
Und hilft mir.
Und schubst mich manchmal auf den Weg zurück.
Ich weiß, er ist da.
Für mich.
IMMER.
Ich vergesse auch immer wieder, wie großartig das Gefühl ist, das alles zu wissen!
an alle FACEBOOK-User:
Hallo ihr alle…
einige wissen es bereits und helfen auch schon fleißig, aber hier nochmal die Bitte an euch:
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Liebe Grüße,
Alex
Pläne…
Ich bin Christ.
Und als Christ glaube ich daran, dass Gott einen Plan mit mir hat. Ich glaube daran, dass er mich leitet und weiß, was gut und richtig für mich ist.
Ich vertraue darauf.
Aber glaube ich das echt? Vertraue ich ihm wirklich?
Es ist so schwer, an etwas zu glauben und darauf zu vertrauen, wenn man nicht mal im Ansatz spürt, dass es wirklich stimmt.
Was ist denn, wenn ich mein ganzes Leben nach diesem großen Plan für mein Leben suche, ihn aber nie finde?
Habe ich dann einfach umsonst gelebt? Und umsonst geglaubt?
Ich sehe ein, dass Gottes Plan uns vielleicht nicht immer gefallen mag…
Aber so ab und zu würde ich schon gerne erkennen, dass ich wenigstens halbwegs auf dem richtigen Weg bin.
Oft frage ich mich, was mein momentanes Leben für einen Sinn hat.
Sind meine Gefühle echt? Hat Gott das etwa so geplant?
Denn wenn ja, verstehe ich ihn noch weniger.
Ich musste schon mit so einigen Enttäuschungen und Schmerzen aller Art fertig werden. Es war oft alles andere als leicht für mich. An manchen habe ich jetzt noch zu knabbern.
Kann das auch so geplant gewesen sein? Warum?
Oder resultieren diese Schmerzen vielleicht sogar aus irgendeiner falschen Entscheidung? Daraus, dass ich einen falschen Weg eingeschlagen habe?
Und die Zukunft. Wie soll die aussehen?
Was soll ich als nächstes tun? Welche Entscheidung ist die Richtige?
Ich weiß es einfach nicht.
Was habe ich bisher alles schon falsch gemacht? Wenn ich anders gelebt hätte, würde es mir dann jetzt vielleicht besser gehen?
Ich würde wirklich gerne nach Gottes Plan leben… dazu müsste ich ihn aber erstmal erkennen.
Geheimnisvolle Krankheit
Der Tag ist vorbei, du fährst nach Hause. In den Radionachrichten hörst du einen kurzen Bericht über eine kleine Stadt in Indien, wo ein paar Einwohner plötzlich auf sonderbare Art an einer Krankheit gestorben sind, die noch völlig unbekannt ist. Drei Viertel der Menschen sind tot – aber es ist keine Grippe.
Das ist sehr interessant für die Wissenschaft. Mediziner werden hingeschickt, um die Sache zu untersuchen. Du denkst nicht weiter darüber nach, aber als du am Sonntag nach der Kirche nach Hause fährst, hörst du einen neuen Bericht im Radio. Nur sind es jetzt keine Dorfbewohner mehr, sondern schon 30.000 Menschen in den Hügeln des betroffenen Gebietes in Indien.
An diesem Abend kommt im Fernsehen ein kurzer Bericht im Abendjournal. Niemand hat bisher etwas von dieser Krankheit gehört.
Als du am Montagmorgen wach wirst, siehst du es in großen Schlagzeilen in der Zeitung. Aber es betrifft nicht mehr nur Indien, mittlerweile ist es auch in Pakistan, Afghanistan und Iran. Du hörst den Bericht überall und es wird „die geheimnisvolle Krankheit“ genannt. Die Regierung ruft dazu auf, mit großzügigen Spenden an diese Menschen zu denken und zu hoffen, dass sich alles zum Positiven wendet. Die Frage ist nur: Wie bekämpft man diese Krankheit?
Dann kommt der Präsident von Frankreich mit einer Ankündigung, die alle aufschreckt: Er schließt die Grenzen. Keine Flüge mehr aus oder in die betroffenen Länder.
Am Abend siehst du in den Nachrichten, dass eine französische Frau berichtet, dass im Krankenhaus in Paris ein Mann liegt, der an der geheimnisvollen Krankheit sterben wird.
Sie ist also nach Europa gekommen, Panik bricht aus. So weit man weiß, merkt man erst nach einer Woche, dass man die Krankheit hat. Danach hat man vier Tage seltsame Erscheinungen am Körper und dann stirbt man. Großbritannien schließt die Grenzen, aber es ist zu spät.
Am Dienstagabend macht der amerikanische Präsident folgende Ankündigung: Keine Flüge aus Europa und Asien, weil dadurch die Volksgesundheit bedroht ist. Sind Familienmitglieder dort, ist das bedauerlich, aber sie können nicht mehr nach Hause, bevor ein Heilmittel gefunden ist.
Binnen vier Tagen ist die gesamte Welt in Panik gestürzt. Menschen verkaufen Atemmasken, Menschen fragen sich, was wohl passiert, wenn die Seuche bei ihnen ausbricht, Pfarrer verkündigen das Ganze als eine Strafe Gottes.
Es ist Mittwochabend in der Gebetsstunde in der Kirche, als jemand reinstürmt und schreit: „Stellt das Radio an!“ Menschen in der Kirche hören gebannt den Bericht: Zwei Männer liegen in der Uniklinik Berlin. Auch sie sterben an der geheimnisvollen Krankheit.
In ein paar Stunden weiß es jeder. Wissenschaftler arbeiten rund um die Uhr, nichts wirkt. Überall in Deutschland breitet sich die Krankheit aus. Hamburg, Frankfurt, … Auch in den USA ist die Krankheit mittlerweile ausgebrochen.
Und dann kommt plötzlich ein Bericht: Der Code der Krankheit ist geknackt, ein Heilmittel kann gefunden werden. Es muss aus einer Blutprobe von jemandem hergestellt werden, der noch nicht infiziert ist. Überall werden Menschen aufgerufen, in das nächste Krankenhaus zu gehen und das Blut untersuchen zu lassen. Menschen gehen in Massen in die Krankenhäuser, um dem dringenden Aufruf nachzukommen.
Als du mit deiner Familie am späten Freitagabend im Krankenhaus ankommst, stehen dort schon lange Schlangen von Menschen. Krankenschwestern und Ärzte stechen in die Finger und kleben Etiketten auf die Proben. Deine Frau und deine Kinder waren schon dran. Du wirst gebeten, zu warten, bis dein Name aufgerufen wird und du nach Hause gehen kannst. Du stehst dort herum, ängstlich – mit deinen Nachbarn und deiner Familie. Du fragst dich, was um Himmels willen nur los ist und ob das Ende der Welt in Sicht ist.
Plötzlich kommt ein junger Mann aus dem Krankenhaus, schreit und wedelt mit Papier. Du kannst es nicht verstehen. Wieder ruft der Mann. Dann zieht dich dein kleiner Sohn am Ärmel und sagt: „Papa, das bin ich!“ Bevor du es kapierst, packen sie deinen Sohn und nehmen ihn mit. „Augenblick, gleich haben wir’s,“ und dann: „Es ist gut, sein Blut ist sauber. Perfekt. Wir wissen sicher, dass er die Krankheit nicht hat. Wir denken, dass er die richtigen Bluteigenschaften hat.“
Fünf angespannte Minuten später kommen die Doktoren und Schwestern heraus. Sie weinen und umarmen sich, manche lachen sogar. Es ist das erste Mal seit einer Woche, dass du jemanden lachen siehst. Ein alter Doktor kommt auf dich zu: „Vielen Dank mein Herr. Die Bluteigenschaften ihres Sohnes sind perfekt. Es ist sauber, es ist rein, wir können das Heilmittel herstellen.“
Die Nachricht verbreitet sich wie ein Lauffeuer. Alles jubelt und freut sich. Da kommt der alte Doktor auf dich und deine Frau zu und sagt: „Können wir Sie mal eben sprechen? Wir waren uns nicht im Klaren, dass der Spender ein Minderjähriger ist, wir brauchen dazu Ihre Unterschrift.“ Du beginnst zu unterschreiben, als du plötzlich siehst, dass die Anzahl der Blutfläschchen, die abgenommen werden soll, nicht eingetragen ist.
„Wie viele Flaschen?“
Da verschwindet das Lächeln des alten Doktors und er sagt: „Wir hatten keine Ahnung, dass es sich um ein Kind handelt. Wir waren nicht darauf vorbereitet. Wir benötigen sein ganzes Blut.“ Du versuchst noch zu sagen: „Aber begreifen sie denn nicht …“
„Wir sprechen hier über die ganze Welt. Bitte unterschreiben Sie! Wir alle haben es nötig.“ „Können Sie keine Bluttransfusion geben?“ „Wenn wir sauberes Blut hätten, würden wir es tun. Würden Sie unterschreiben, bitte?“ In eisiger Stille unterschreibst du.
Dann sagen sie: „Wollen Sie noch einen Moment zu ihm, bevor wir anfangen?“
Kannst du zurückgehen? Kannst du in den Raum, wo er an dem Tisch sitzt und sagt: „Papa, was wird hier gemacht?“ Kannst du seine kleinen Hände fassen und sagen: „Junge, ich habe dich ganz lieb und werde aufpassen, dass dir niemals was passiert, was nicht unbedingt notwendig ist, verstehst du das?“
Und als der alte Doktor zurückkommt und sagt: „Es tut mir Leid, wir müssen anfangen. Überall auf der Welt sterben Menschen“ – kannst du dann hinausgehen? Kannst du weggehen, während dein Sohn fragt: „Papa, Papa, warum hast du mich verlassen?“
Und in der folgenden Woche hält man die Zeremonie ab, um deinen kleinen Sohn zu ehren, während manche Menschen einfach liegen bleiben und ausschlafen, manche nicht einmal kommen, weil sie zum Picknick an den See fahren wollen und andere mit scheinheiligem Lächeln kommen, als ob ihnen das alles einerlei wäre! Du würdest am liebsten aufspringen und rufen: „Mein Sohn starb für euch! Ist euch das wirklich ganz egal? Wisst ihr nicht, wie wichtig das für mich ist?“
Vater, jetzt wo ich es durch deine Augen sehe, zerbricht es mir das Herz. Vielleicht kann ich jetzt anfangen, ein klein wenig zu begreifen, wie unendlich lieb du mich hast. Für mich gingst du nach Golgatha, für mich hast du das Kreuz getragen, für mich ertrugst du Spott und Hohn, für mich hast du dich schlagen lassen. Herr, deine Liebe ist so groß, dass ich sie nie begreifen kann. Doch danken will ich dir dafür, ich bete dich an.
[Aus "Bibel dir deine Meinung" von Arno Backhaus]
Schaut her :)
Schaut her, ich hab mich getraut!
Am Donnerstag war ich mutig und entschlossen und ging zum Piercer meines Vertrauens.
Nicht ohne seelische und moralische Unterstützung – und jemanden, der mein Hand halten würde, denn ganz so mutig bin ich dann doch nicht
Aber glaubt es oder nicht: Ich bin stolz auf mich! Und ich finds echt toll!
Wenn ich mich jetzt noch daran gewöhne und wieder normal essen kann und meine Lippe wieder ihre normale Farbe annimmt, bin ich mehr als zufrieden!
In 2 Wochen wird dann noch der Stab gekürzt. Yeah, ich freu mich!
Elfen, Hexen, Vampire …
Woran erkenne ich, dass ich zu viel lese?
- Daran, dass ich um halb 10 Uhr morgens, nach einer durchgelesenen Nacht, hellwach auf der Couch sitze und noch in der Buchwelt umherwandele?
=> Ja.
- Daran, dass ich zitternd und mit Tränen in den Augen, das Buch weglege und wirklich kurz überlegen muss, was Realität und was Fiktion ist?
=> Ja, auch.
- Daran, dass ich es kaum erwarten kann, bis der nächste Band endlich herauskommt und ich mir wünsche, ihn an einem Freitag zu bekommen, um mein Lesen nicht wegen Schule oder Arbeit unterbrechen zu müssen?
=> Auf jeden Fall.
- Daran, dass ich mir mehr Gedanken um die Personen in meinen Büchern mache und mir wünsche, helfen zu können? Irgendwas beeinflussen zu können?
=> Definitiv.
- Daran, dass ich in „Romansprache“ denke?
=> Jetzt wird’s bedenklich.
Alles in allem musste ich heute Nacht wieder feststellen, dass ich einfach zu viel lese.
Ob es mich stört?
Nicht im geringsten.
1x Nancy und zurück
„Hey Alex, Bock heut Nacht mit nach Nancy zu fahren?“
Klar!
Und um 22.00 Uhr gings dann los. Handschuhe, Mütze, Jacke, Musik, Navi, Mitch und Markus eingepackt, nochmal vollgetankt und LOS!
Die 150 km sollten in nicht ganz 2 Stunden zu schaffen sein.
Jawohl, ich hab den Weg nach Nancy gefunden (Danke an Markus’ Navi
)
Und nach ein paar kleinen Schwierigkeiten hab ich sogar einen Parkplatz gefunden… Naja, sagen wir, Markus hat ihn gefunden und auch eigeparkt
Voll ausgerüstet mit Mitch’s Kamera gings dann auf Besichtigungstour.
Mit Sicherheit sind einige tolle Fotos dabei!
Tja, nur dumm, dass der Akku auf einmal leer war… Soviel dann zur Fototour!
Mh, was nun?
Keine Frage, Kamera, Handschuhe, Mützen und Jacken ins Auto und ab in die Disco!!
Ich hätte es nicht gedacht, aber wir sind sogar reingekommen. In Turnschuhen und Alltagsklamotten. In einen französischen Nobelschuppen. Aber wir waren drin!
Auch wenn ich kein Wort von den netten Franzosen am Eingang verstanden hab… Ob ich studiere?? Keine Ahnung…
Die Musik dort war einfach TOP, die Preis ehr… naja.
Cola 250 ml – 4€!! Und das Bier von den beiden Herren sogar 6 €! Aber immerhin coole Flaschen hatten die!
Und ganz klar, ein Andenken muss sein. Die Bierflaschen kamen mit. Trotz dem NEIN der Bedienung…
Tja, für die zweite Disco, direkt daneben waren wir dann doch ein wenig underdressed und kamen prompt nicht rein. Pech gehabt, fahrn wir halt wieder heim.
Der netten Dame an der Mautstelle hab ich dann noch „Au revoir“ gesagt und dann waren wir auch schon fast wieder im schönen (und verschneiten) Allemagne.
Zum Schluss hätte ich noch eine Tipp an die netten Franzosen:
Lernt Englisch (oder Deutsch), dann komm ich euch auch öfter besuchen!
Denn immerhin ist ja „de Franzos em Saarlänner sei beschder Freund“ !
Zufrieden mit meinem letzten Urlaubstag geh ich jetzt noch ein bisschen schlafen!
In diesem Sinne, Gute Nacht. Und beim nächsten Mal gehts nach Brüssel, gell Mitch
)
Held des Tages: mein pinkner Staubsauger!
Angstzustände – und das so spät am Abend!
Und was könnte bei mir eine solche Panik-Attacke auslösen?
Nur eins: Eine riesige, eklige, schwarze Spinne!!!
Jaja, ich dachte an nichts böses, als ich eben nach Hause kam und ins Bad ging. Eigentlich wollte ich mich nur fürs Bett fertig machen, da seh ich im Augenwinkel einen schwarzen Fleck an der Wand, der da nicht hingehört!
Sofort bekomme ich Panik und hoffe, dass ich mir das einbilde.
NEIN! Da sitzt eine große (ich weiß, das ist Auslegungssache), dicke (das auch..), schwarze Spinne. Und ich bin schneller aus dem Bad wieder draußen, als ich aufschreien kann. Das versuche ich mir hier sowieso so gut es geht zu verkneifen, meinen Vermietern zu liebe…
Oh, wie ich das hasse!
Ich weiß, das Vieh hat mehr Angst vor mir … bla bla bla! Das ist doch mir egal! Wenn es solche Angst vor mir hat, dann soll es gefälligst nicht in meine Wohnung kommen!
Was soll ich jetzt tun? Die beliebte Methode „mit dem Schuh drauf hauen“ kommt gar nicht in Frage, so nah trau ich mich echt nicht ran! Und der Fleck, der dabei entstehen würde… Iiihgitt!!
Es ist auch keiner in der Nähe, der mich retten könnte…
Also muss, trotz der Uhrzeit, mein Freund der Staubsauger her! Naja, selbst das traue ich mich fast nicht. Was, wenn sie abhaut und ich sie nicht mehr finde?? Glaubt mir eins, dann schlafe ich im Auto oder so…
Also los! Staubsauger an und ran!
Jetzt ist die Spinne zwar weg, aber ich traue der ganzen Sache nie so wirklich…
Woher weiß ich denn, dass sie auch tatsächlich tot ist? Was, wenn sie noch lebt und wieder raus krabbelt? Vielleicht will sie sich ja rächen!
Ok, ok, ich übertreibe… aber im Ernst – ist die Spinne jetzt tot? (Hey, selbst wenn es nicht so ist, sagt es mir besser nicht…)
Wie auch immer, weg ist sie auf jeden Fall…
Aber meine Angst dafür noch lange nicht. Jetzt schau ich nämlich in alle Ecken, ob sich nicht noch irgendwo so ein Vieh versteckt…
Meistens find ich dabei auch noch welche, die ohne meine Suchaktion wahrscheinlich einfach verhungert wären…
Oh je, es geht sogar so weit, dass ich Spinnen sehe, wo gar keine sind… Hilfe… Spinneninvasion!
Was würde ich bloß ohne meinen Held des Tages machen?!
Winterkinder
Lieben nicht alle Kinder den Schnee?
Ja, so war ich auch mal. Ich konnte es gar nicht erwarten mich anzuziehen und mit dem Schlitten loszuziehen. Mir wurde nicht kalt, ich konnte den ganzen Tag draußen sein. Und ich war nie allein, meine Freunde waren alle da.
Heute war genau so ein Tag, den ich vor ein paar Jahren noch sehr geliebt hätte.
Ich saß in der Schule und es schneite ununterbrochen. Was für ein Anblick!
Es sieht einfach toll aus, wie der Schnee auf den Ästen in den Bäumen liegt, wie er vom Himmel fällt und sich auf die Straßen legt, die Autos und Häuser zudeckt!
Wenn da nicht mein Auto vor der Schule gestanden hätte. Und die Straßen, die zugeschneit und rutschig waren. Und die Kälte. Und die Arbeit, die noch auf mich wartete. Und, und, und…
Nein, ich konnte mich ehr weniger über das Winterwetter heute freuen.
Nicht mal zum Schlitten fahren hätte ich heute Lust gehabt… Vielleicht zu nem kleinen Schneespaziergang, aber alleine macht sowas ja auch keinen Spaß…
Ja, ich muss feststellen, ich werde älter – und so vieles ändert sich… Sehr schade.
Was für ein Kindergarten…
Wir schreiben den 08.01.2010, BBZ St.Ingbert.
Wir sitzen im Klassensaal und haben gerade Deutsch. Jeder von uns hat in den letzten Stunden ein Referat über ein selbst gewähltes Thema gehalten. Heute waren die letzten drei Vorträge dran.
Gegen Ende der Stunde kam dann das heikle Thema: Noten!
Die Lehrerin gab unsere Noten bekannt – und dann ging die Diskussion los.
Sie erklärte gerade noch, dass sie keinem eine schlechtere Note geben wird, als er sie im letzten Zeugnis hatte. Auch aus dem Grund, weil wir diese Lehrerin noch nicht lange haben.
Für mich klang das wirklich fair, vor allem weil wir bei unserem vorigen Lehrer durchweg gute Noten hatten.
Aber ich war leider so ziemlich die einzige, für die die Regelung fair klang…
Jetzt gings los: „Ich hätte aber eine 1 verdient, keine 2! Ich war viel besser als der/die.“
So und ähnlich lief das Gespräch ab, das kurz nach dem Klingelzeichen zum Ende der Stunde von der Lehrerin dadurch beendet wurde, dass sie sich entschied, uns keinen Gefallen mehr tun zu wollen und die Noten jetzt ohne Rücksicht auf unsere letzten Noten vergeben wird.
Eins ist in jedem Fall klar: Jetzt wird es nicht bloß 1er und 2er geben…
Und außer mir scheint keiner zu verstehen, dass sie sich das selbst zuzuschreiben haben.
Und noch etwas kann ich jetzt schon mit Sicherheit sagen, sobald die neuen Noten bekannt sind geht der Streit aufs neue los. Denn dann werden sich die, die sich heute über eine 2 beschwert hatten, noch viel ungerechter behandelt fühlen…
Naja, ich hab noch ein bisschen Hoffnung, dass ich trotzdem meine gute Note bekomme… immerhin hab ich mich aus dem netten Gespräch heute komplett rausgehalten.
(Zum Glück kann keiner meine Gedanken lesen, denn die waren nicht so unbeteiligt…und erst recht nicht nett!)
Aber was solls, ich muss den Kindergarten noch 5 Monate ertragen. Das schaff ich locker


